Investoren preisen aus der Gemeinschaftswährung die Furcht vor einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus, nachdem Athen auf einen "harten" Schuldenschnitt verzichtet. Neben den Euro-Bullen jubeln Börsianer. Der Aktienindex in Athen (ASE) schießt 11 Prozent auf 841 Zähler nach oben.
Derweil stellte EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré eine Ausweitung der Käufe von Staatsanleihen in Höhe von 1,14 Billionen Euro in Aussicht. Das im Fachjargon als QE (Quantitative Easing) bezeichnete Programm würden nicht überhastet abgeschlossen werden. Sollte es die EZB nicht schaffen, die Inflation bis September 2016 nahe an zwei Prozent zu bringen, "dann werden wir mehr machen", sagte der Franzose.
Aus charttechnischer Sicht stehen die Chancen für einen Rückgang des Euro-Franken-Kurses größer als die für einen Anstieg. Die Gemeinschaftswährung hat inzwischen ein Drittel der Verluste, die mit der Mindestkurs-Aufgabe einhergingen, wettgemacht. Damit ist das Erholungspotential weitgehend ausgeschöpft.
Als nächstes könnte wieder der langjährige Abwärtstrend greifen. Dieser Trend hat seinen Ursprung am 11. Oktober 2007 bei einem Wechselkurs von EUR/CHF 1,6830. Das Tief des Trendverlaufs wurde am 15. Januar 2015 bei 0,86 erreicht.