Noch ein Stufe darüber befindet sich die Vorhersage der deutschen Postbank. Sie kalkuliert mit einem Wechselkursrelation des Euros von 1,10 Schweizer Franken. Die Aussichten auf eine verstärkte konjunkturelle Belebung im Euroraum und Deutschland hätten sich zuletzt spürbar verbessert, stellt die Bank fest.
"Insgesamt sind wir aber der Meinung, dass auf dem gegenwärtigen Niveau eine neutrale EUR/CHF-Haltung angemessen ist", heißt es in einem nach der plötzlichen Mindestkurs-Freigabe herausgegebenen Marktbericht der Credit Suisse. Die nach der UBS zweitgrößte Bank der Schweiz prognostiziert eine Pendelbewegung des Euros zwischen 1,03 und 1,07 Franken.
Österreichs Raiffeisen Zentralbank schließt sich der Credit Suisse weitgehend an. "Auf Jahressicht erwarten wir unverändert eine Stabilisierung um die 1,05", prognostizieren die Devisenexperten von Raiffeisen Research. Eine steirische Raiffeisenbank hatte zuletzt den Eindruck erweckt, sie wolle ihre Franken-Kreditnehmer über den Tisch ziehen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Banken will man bei der Commerzbank von einer raschen Erholung des Euro-Franken-Kursen nichts wissen. Wegen seines Charakters als Fluchtwährung dürfte der Franken weiter aufwerten, begründet die Bank. "Deshalb haben wir unsere CHF-Prognose der neuen Situation angepasst und erwarten nun für Ende dieses Jahres EURCHF bei 0,98."
Ergebnis:
Im Mittel rechnen die Banken mit einem leichten Anstieg des Euros auf 1,0520 Franken.