Der Euroraum ist für die Finanzmärkte nicht länger die erste Anlaufstelle für Unwägbarkeiten und Unsicherheiten. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf China und andere große Schwellenländer wie Brasilien. Dies führe dazu, dass Geld in den Euroraum fließe, schlussfolgert Morgan Stanley. Unterstützt werde die Entwicklung von negativen Renditen auf Schweizer Staatsanleihen.
Der Anstieg des Euros dürfte demnach weitergehen. Gemäß den aktuellen Wechselkursprognosen von Morgan Stanley wird der Eurokurs bis Ende 2015 auf 1,12 Franken und bis Ende 2016 auf 1,15 Franken steigen. Die Gemeinschaftswährung kletterte zwischen Juni und September 2015 bereits von 1,03 auf 1,10 Franken (+6,80%).
Pensionsfonds haben bei ihren Engagements im Ausland noch Spielraum. Ein typischer Schweizer Pensionsfonds ist derzeit mit 25% im Ausland investiert (17% Aktien, 8% Anleihen). Den Fonds ist laut Anlagerichtlinien gestattet die Quote auf 30% zu erhöhen.
Zum Thema:
So will die Schweiz den Euro auf 1,20 Franken navigieren