Laut der größten Bank der Schweiz wird der Euro 2017 um 8% steigen. Die UBS stufte während der Mindestkurs-Phase die Erfolgsaussichten des Euros sehr skeptisch ein. Nun stellt sie sich zusammen mit BNP Paribas, die den Euro ebenfalls auf 1,16 Franken nach oben klettern sieht, an die Spitze der Optimisten. Die Danske Bank, die aus heimischen Gefilden ein inniges Verständnis hat, wie Devisenkäufe einer Notenbank den Wechselkurs beeinflussen, rechnet mit 1,13. Österreichs Erste Group und Raiffeisenbank sehen den Euro bei 1,12 Franken.
Vorsichtiger sind ABN Amro und DekaBank. Sie prognostizieren den Euro bis zum Jahresende 2017 auf 1,11 Franken. Es folgen Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und Postbank mit 1,10. Die Vorhersagen von Credit Suisse und DZ Privatbank sehen die Devisennotierung bei 1,09. Noch eine Stufe darunter liegt Europas größte Bank HSBC mit 1,08. Die St.Galler Kantonalbank (SGKB) rechnet mit einem mittleren Wechselkurs von 1,0750.
Gegen den Strom schwimmt die Bayerische Landesbank (BayernLB), die eine Rückfall des Euros auf 1,05 Franken prognostiziert. Die Schaffhauser Kantonalbank (SHKB) rechnet in den nächsten zwölf Monaten mit einer Talfahrt der EUR/CHF-Devisennotierung auf 1,04. Bei der Oberbank in Linz und der National-Bank in Essen erwartet man 1,03. Die Commerzbank ist mit einer Prognose von 1 Euro = 1 Schweizer Franken (Parität) die Antipode zu UBS und BNP Paribas.
Ergebnis:
13 von 18 Banken rechnen bis Ende 2017 mit einem EUR/CHF-Kurs von 1,0750-1,16. Die Schweizer Franken Prognosen der verbleibenden fünf Geldhäuser sehen den Euro auf 1,00-1,05 Franken zurückfallen. Der Mittelwert der Vorhersagen liegt bei 1,0886. Der Median (Zentralwert) der EUR/CHF-Prognosen, der das Gewicht der Ausreißer-Prognosen von UBS, BNP Paribas und Commerzbank etwas verringert, liegt höher bei 1,0950.