Je weiter man sich von der Schweiz entfernt, umso kritischer wird der Franken gesehen. So wünscht sich der Global Player Soctiabank aus Kanada gemäß einer gerade veröffentlichten Prognose einen Anstieg des Euros auf 1,11 Franken herbei. Die Danske Bank rechnet mit 1,10, während die HSH Nordbank für Mitte 2017 zwar 1,06 Franken erwartet, den Euro dann aber im Spätsommer auf 1,08 steigen sieht.

"Da der CHF zum EUR aber überbewertet ist und die Nachfrage nach dem CHF als sicherem Hafen angesichts des global positiven Wachstumsumfelds abnehmen sollte, bleibt unser Ausblick für EUR/CHF insgesamt neutral", resümiert die Credit Suisse. Die zweitgrößte Bank der Schweiz sagt Eurokurse von 1,08-1,09 Franken voraus.
Eine Stufe darunter siedelt sich die St.Galler Kantonalbank (SGKB) an. "Mit den anstehenden politischen Ereignissen bleibt der Euro in den nächsten Monaten mit Abwärtsrisiken behaftet", erläutert die Kantonalbank und prognostiziert einen mittleren EUR/CHF-Wechselkurs von 1,0650.
Gemäß dem deutschen Trio Bayerische Landesbank, Commerzbank und Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) liegt die Chance auf ein kleines Sommermärchen des Euros bei 33%. Nur die Helaba hat mit einem Kursziel von 1,08 Franken einen positive Einschätzung gegenüber dem Euro. Commerzbank und BayernLB prognostizieren den EUR/CHF-Kurs auf 1,05.