Als Ifo-Geschäftsklima, Einkaufsmanagerindizes und weitere Konjunkturindikatoren für die Eurozone im Dezember/Januar auf Mehrjahreshochs klettern, bleibt der EUR/CHF-Kurs bei 1,07-1,08 stehen, anstatt mitzusteigen. Das war bereits ein erstes Warnsignal. Im Februar trüben sich nun die Konjunkturerwartungen für die Eurozone ein, teilt das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mit.
Auf dem Höhepunkt des Börsenbeben zur Jahresbeginn 2016 ist 1 Euro 1,12 Franken wert. Drei Monate später sind es 1,11, im September 1,10 und Anfang Dezember 1,09. Wegen des wellenförmigen Sinkflugs befindet sich EUR/CHF-Kurs aus charttechnischer Sicht in einem lehrbuchartigen Abwärtstrend.
So schlimm wie von 2007 bis 2011, als es für den EUR/CHF-Kurs sehr steil bergab geht, ist es nicht. Es gibt aber bisher nicht die geringsten Anzeichen dafür, dass sich der gegenwärtige Abwärtstrend dem Ende neigt. Der EUR/CHF-Kurs steuert vielmehr auf 1,0530 zu. Zwar gibt es noch eine Unterstützungszone bei 1,0620-1,0630. Hier ist das Cluster der Euro-Käufer aber zu klein, um die Talfahrt zu stoppen.
Um sich aus der Umklammerung des Abwärtstrends zu befreien, müsste der Euro über 1,0820 Franken klettern. Die Chancen auf einen solchen Anstieg sind gering. Neben dem Abwärtstrend spricht das Marktsentiment, wie man aus den Prämien für EUR/CHF-Optionen herauslesen kann, für eine fortwährende Schwächephase der Gemeinschaftswährung.