"Ob das nachhaltig ist, ist absolut unklar", kommentiert die St.Galler Kantonalbank den Höhenflug des EUR/CHF-Kurse. Man rechne mit größeren Kursschwankungen, sagt die Thurgauer Kantonalbank und prognostiziert: "Doch dürfte sich der EUR/CHF tendenziell eher wieder leicht abschwächen".
Ein Kompromisskurs könnte bei 1,0750 liegen. Als der Euro noch unter 1,07 Franken notierte, befand sich an dieser Stelle ein mittelstarker Widerstand. Nun, da er über 1,0750 ist, wurde daraus ein Unterstützungsbereich.
Am Devisenoptionsmarkt haben sich die Prämien für Put-Optionen, mit denen sich Anleger gegen einen Rückfall des EUR/CHF-Kurses absichern, halbiert. Die Angst vor einem Wahlsieg Le Pens entweicht, zumal sich Sozialisten und Konservative bereits für die Wahl Macrons ausgesprochen haben.
Ob ein französischer Präsident Macron für die Eurozone ein Heilsbringer ist, bleibt abzuwarten. Man kann sich darauf einstellen, dass er eine etwas wirtschaftsfreundlichere Politik machen wird als sein Vorgänger.
Tiefgreifende Reformen auf dem Arbeitsmarkt nach deutschem Vorbild lehnt Macron allerdings ab, wie er bereits mehrfach hervorhob. Völlig offen ist, inwieweit der Parteilose von den etablierten Partei im Parlament für seine Politik Unterstützung findet.