Aktuell notiert der Euro bei 1,0850 Franken. Die Schweizer Franken Prognose der BayernLB trifft ins Schwarze, wenn sich der Euro in den nächsten zwölf Monaten um gut 4% abschwächt. Die Landesbank schwimmt gegen den Strom (Contrarian). Im Gegensatz zur UBS und vielen anderen Devisenexperten sagt sie: Ein Ende der EZB-Anleihekäufe, mit dem inzwischen sogar Italiens Finanzminister rechnet, werde keine EUR/CHF-Aufwärtsbewegung nach sich ziehen.
Pier Carlo Padoan erwartet, dass sein Landsmann Mario Draghi die Käufe von Staatsanleihen zurückfahren und schließlich einstellen wird. "Das ist offensichtlich ein sehr wichtiger Aspekt für ein Land mit hohen Staatsschulen wie Italien. Offensichtlich muss Italien vorbereitet sein", so der Kassenwart, der den dritthöchsten Schuldenberg der Welt in den Griff bekommen muss (Bloomberg-Meldung).

Der Franken sei nach wie vor "massiv überbewertet". Reale Wechselkursindizes und Kaufkraftparitäten belegten dies, erläutert die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Der Euro dürfte erst einmal weiter in einem Bereich von 1,08 bis 1,10 verharren. "Für die Ewigkeit ist dieses Kursband aber nicht angelegt", sagt die Helaba. Sie signalisiert damit, dass sie sich ab Mitte 2018 auch einen EUR/CHF-Kurs über 1,10 vorstellen kann.
"Der Schweizer Franken dürfte auch in den Jahren 2017-2018 gesucht und überbewertet bleiben", warnt die Deka Bank. Wenn die EU die politischen Hürden bewältige und die wirtschaftliche Erholung Eurolands voranschreite, sollte der Franken allerdings leichter werden. Und so liegt das Kursziel der Deka Bank bei 1,11.