Gold kostet aktuell 1.307 US-Dollar. Die Feinunze ist 50 Dollar günstiger als vor anderthalb Wochen. Bis zur 150-Tage-Linie bei 1.270 Dollar, an der sich der Goldpreis seit der Finanzkrise eng orientiert, ist noch Abwärtspotenzial vorhanden. Dieses könnte ausgeschöpft werden, sollte die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch eine Leitzinserhöhung für Dezember 2017 in Aussicht stellen.
In fünf Tagen wird in Deutschland gewählt, und es kann Überraschungen geben. Die eurokritische Partei AfD wird nach neuen Umfragen drittstärkste Kraft. Sie könnte deutlich vor den anderen kleinern Parteien liegen, bedenkt man, dass viele potenzielle AfD-Wähler sich gegenüber den Umfrageinstituten des ARD/ZDF-Staatsfernsehens nicht als solche outen.
Damit drohen dem Euro in den nächsten vier Jahren Frontalattacken aus dem deutschen Parlament. Das wäre ein Novum, da seine Existenzberechtigung bisher in Europas größte Volkswirtschaft nur von der außerparlamentarischen Opposition in Frage gestellt wurde. Die AfD könnte als größte Oppositionspartei sogar den Chef des Haushaltsausschusses im Bundestag stellen.
Fiese AfD-Sprüche über den Euro aus dem deutschen Parlament wären in den angelsächsischen Börsenmedien dann der Renner. So etwas kann Anleger davon abhalten ihre Schweizer Franken in Euros umzutauschen. Stattdessen könnten sie in die Währungen von Großbritannien, Schweden und Tschechien gehen, zumal hier die Notenbanken die Leitzinsen in den nächsten Monaten anheben dürften.