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Wechselkursprognosen der St.Galler Kantonalbank haben sich als zuverlässiger herausgestellt. Sie erwartet auf Sicht einen Handelsbereich von 1,08 – 1,13. "Die Aussicht auf zusätzliche Lockerungsmaßnahmen durch die EZB werden den Euro in der Defensive halten", begründet das Geldhaus. Bei einem erneuten Abgleiten des Euros auf den Bereich 1,06 – 1,10 müsse man mit Devisenmarktinterventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) rechnen.

"Mittelfristig rechnen wir mit einer Stabilisierung der Konjunktur in der Eurozone. Trotzdem stufen wir EUR/CHF auf „neutral“ zurück, da die EZB zuvor aufgrund des schwachen Wirtschaftsverlaufes und der niedrigen Inflation expansiver werden könnte, was EUR/CHF belastet", sagt die Graubündner Kantonalbank. Die Hürden für eine Leitzinssenkung der SNB seien hoch. Devisenmarktinterventionen seien deswegen zur gegenwärtigen Zeit das probatere Mittel. Laut der Kantonalbank werde die SNB bei EUR/CHF-Kursen zwischen 1,08 und 1,10 mit selbst gedruckten Franken Euros kaufen.
Die Bayerische Landesbank zeigt sich optimistisch. Ihren EUR/CHF-Prognosen zufolge wird der Wechselkurs bis Herbst auf 1,12 und bis Anfang 2020 auf 1,14 steigen. Laut der BayernLB können USA-Urlauber aufatmen. So rechnet die Landesbank damit, dass der Euro-Dollar-Kurs von aktuell 1,12 auf 1,22 steigen wird. Ein solch kräftiger Anstieg der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback würde dem Euro-Franken-Kurs mit nach oben helfen. Wie bei der UBS muss man an die Prognose mit einem Fragezeichen versehen. Die Landesbank hat in der Vergangenheit den Euro zu stark und den Franken zu schwach eingeschätzt.