
"Die Lage hat sich klar verschlechtert", zitiert Reuters einen EZB-Mitarbeiter, der anonym bleiben will. Die konjunkturelle Erholung sei ausgeblieben. Viele EZB-Mitglieder würden auch eine Wiederauflage des Ankaufs von Staatsanleihen unterstützen. Aber es gebe Widerstand von wichtigen Eurozonen-Nordstaaten, so der Insider.
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Die Lösung könnte darin bestehen, dass die EZB den Ankauf von Staatsanleihen hintenanstellt und stattdessen so ziemlich alles an Vermögenswerten mit frisch gedruckten Euros kauft, was verfügbar ist. Dazu würden neben Unternehmensanleihen, ABS-Papieren, Pfandbriefen auch Aktien gehören. Der EZB fehlt die Einsicht, dass mit jedem Euro, den sie kreiert und Assets kauft, sie der Eurozone einen klitzekleinen Teil an Innovationskraft raubt.
"Die Gefahr, dass der Franken als sicherer Hafen das Ziel einer noch stärkeren Aufwertungsspekulation wird, ist gestiegen", sagt die St.Galler Kantonalbank. Unter die Räder kommen werde der Euro nach ihrer Einschätzung aber nicht. So sieht die Kantonalbank den Euro auf Sicht von drei Monaten zwischen 1,06 bis 1,11 Franken. Das Einjahres-Kursziel liegt bei 1,08-1,13.