Ein Versuch aus dem Abwärtstrend nach oben auszubrechen, scheiterte Ende August. Der Eurokurs prallte stattdessen bei 1,0925 Franken zurück und setzte die Talfahrt innerhalb des Trendkanals fort. Die vorherigen vier Male folgte auf einen solchen Zurückpraller eine Abwärtsbewegung inklusive Bildung von neuen Tiefstmarken am unteren Ende des Trendkanals.

Weil es bisher keine Anzeichen einer Trendumkehr gibt, läuft der Euro Gefahr bis Mitte September auf ca. 1,07 Franken zu sinken. Am 12. September wird die EZB die Geldschleusen aufreißen. Der Euro könnte in den Tagen danach unter die Räder kommen. Dafür spricht, dass EZB-Ratsmitglied Olli Rehn unlängst sagte, die EZB müsse die Finanzmärkte mit dem Ausmaß ihrer Lockerungen überraschen.
Im letzten Quartalsheft der Erste Group ist für den Euro ein Kursziel für September von 1,10 Franken abgetragen. Der Schweizer Branchenprimus UBS rechnete für Anfang Oktober mit 1,12. Die meisten Banken-Prognostiker haben dem Rückgang des Euro-Franken-Kurs in den letzten Monaten nicht vorhersagen können. Eine Fähigkeit, es künftig besser zu machen, sollte man ihnen daher nicht zusprechen.
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