"Die Gemeinschaftswährung profitiert bereits seit einigen Wochen von der Aussicht auf eine konjunkturelle Besserung", erläutert die Schweizer Finanznachrichtenagentur awp. Rückenwind komme vor allem von der zügig verlaufenden Corona-Impfkampagne.
Darüber hinaus haben die höchsten deutschen Richter dem Euro (zumindest auf kurze Sicht) etwas Gutes getan. Das Bundesverfassungsgericht hat zwei gegen die Staatsanleihen-Käufe der Europäischen Zentralbank (EZB) gerichtete Anträge abgelehnt.

Anders als die Pipeline Nordstream 2 bleibt die von Frankfurt nach Rom und Madrid gelegte Euro-Pipeline damit voll funktionstüchtig. Zinsanstiege in den hochverschuldeten südlichen Euroländer werden so verhindert. Auch dank des Konjunkturaufschwungs gibt es aktuell keinerlei Sorgen über die Tragfähigkeit dieser Schulden.
Die EZB-Pipeline führt allerdings dazu, dass der Euro eine langsam sinkende Betondecke über sich hat. Mehr als 1,13 (1,15 in einem extrem optimistischen Szenario mit Overshooting) ist für den EUR/CHF-Kurs nicht drin. Vor drei Jahren war diese Betondecke noch bei 1,20.
"Der EUR/CHF konnte von den positiven Entwicklungen im EUR/USD vorerst noch nicht profitieren", stellt die Thurgauer Kantonalbank fest. Wäre der Euro zum Franken seit Ende März 2021 auch nur halb so stark gestiegen wie zum US-Dollar, stünde der EUR/CHF-Kurs aktuell bei 1,13.
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