Wer darauf setzte, dass der deutliche Anstieg der Risikobereitschaft und die wieder kräftig steigenden Aktienmärkte den EUR/CHF-Kurs anheben, wurde enttäuscht. Auch das stärkste Wirtschaftswachstum in der Eurozone seit 15 Jahren verpuffte.
Die aggressivste EUR/CHF-Prognosen kommt von BNP Paribas. Die französische Großbank hat in einer Bloomberg-Umfrage ein Kursziel von 1,16 für Ende 2021 angegeben. Österreichs Erste Group rechnet mit 1,15 bis März 2022.

Tatsächlich muss sich der EUR/CHF-Kurs aktuell mit Abwärtsrisiken auseinandersetzen. Das obere Ende des Trendkanals ist erreicht. Die Wahrscheinlichkeit eines Rücklaufs liegt bei 60%, die eines Anstiegs bei 40%.
Damit verdichten sich die Anzeichen einer Rückwärtsentwicklung auf den Ausgangspunkt des steilen Anstiegs vom Februar 2021. Der Eurokurs würde dann bis Ende Juli 2021 auf 1,08 Franken fallen.